Pinterest Marketing

Pinterest Marketing – mit den richtigen Pins zur Kundengewinnung


Wenngleich die meisten Praktiker beim Stichwort Social-Media-Marketing zunächst an Massenplattformen wie Facebook oder Instagram denken mögen, kann es sich lohnen, über den Tellerrand der absoluten Platzhirsche hinauszublicken und zusätzliche Kreise an möglichen Kunden durch Pinterest Marketing anzusprechen. Mit weltweit mehr als 400 Millionen Nutzern – davon rund 1 Millionen in der Schweiz – weist auch die Grafik- und Fotoplattform Pinterest ein nicht zu unterschätzendes Potential auf.

Wer seine Marketing-Strategie durch die Einbindung von Pinterest diversifizieren möchte, sollte sich zuvor aber mit der Funktionslogik und den inhaltlichen Schwerpunkten der Plattform vertraut machen. Anders als in vielen konkurrierenden sozialen Netzwerken steht dort nämlich weniger die Vernetzung oder Eigendarstellung der einzelnen Nutzer im Vordergrund als das Posten inspirierender Inhalte und kreativer Ideen auf Basis von spezifischen Interessen. Das Spektrum an möglichen Themen ist schier unbegrenzt, es lässt sich jedoch von einer starken Tendenz hin zu Design, Mode, Heimwerken und Lifestyle im Allgemeinen sprechen.

Welches Potential bietet Pinterest Marketing?

Obwohl Pinterest häufig als eine Art Online-Fotoalbum beschrieben wird, können dort auch animierte GIFs oder Videos gepostet werden. Die einzelnen Beiträge werden Pins genannt, die sich wiederum je nach Themenkreis (zum Beispiel Hochzeiten, Reisen, Hausdekoration usw.) zu übergeordneten Boards zusammenfassen lassen. Pinterest-Nutzer können einander folgen und Pins zwischen ihren Boards austauschen (“Repinnings”) sowie ihre Interessensschwerpunkte definieren, woraus sich wiederum die Gestaltung ihres Home Feeds ergibt.

Insgesamt lässt sich die Plattform als eine digitale Pinnwand und visuelle Suchmaschine beschreiben, deren User dort vor allem nach Ideen, Impulsen und Anregungen zur Umsetzung ihrer persönlichen Interessen Ausschau halten. Genau an diesem Punkt können findige Marketing-Strategen ansetzen, indem sie sie die Hobbies, Vorlieben und darauf bezogenen Suchanfragen der Pinterest-Community als Gelegenheit begreifen, ihre eigenen Produkte in Szene zu setzen und deren Nutzen für den gewählten Adressatenkreis herausstreichen.

Wie lassen sich Produkte und Dienstleistungen auf Pinterest bewerben?

Viele Pinterest-User stellen praxis- und problembezogene Suchanfragen und möchten sich von den auf der Plattform geposteten Inhalten nicht nur unterhalten, sondern inspirieren lassen wollen. Diese Haltung sollten Marketing-Verantwortliche als Einladung verstehen, durch Beratungsangebote, passende Produktpaletten oder konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Wünsche und Anliegen der Nutzer auf sich aufmerksam zu machen. Dabei gilt es darauf zu achten, die eigenen Werbebotschaften an das typische Pinterest-Flair anzupassen, was vor allem eine lebensnahe, optisch ansprechende und nicht übertrieben kommerzialisierte Präsentation erfordert.

In seiner Funktion als Suchmaschine lässt sich Pinterest mit vielen der im Marketing allgemein gängigen Optimierungsstrategien bespielen. Dies bedeutet aber auch, dass als Voraussetzung zunächst die intendierte Zielgruppe spezifiziert werden muss. Diese lässt sich anhand von relevanten Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Interessen, Lebenseinstellung oder Beruf umreissen. Gerade auf Pinterest sollten Marketer aber darauf achten, dass sie die Mentalität und das Nutzungsverhalten ihrer potenziellen Kundschaft auch tatsächlich nachvollziehen, also mit passenden Lösungen zur Verwirklichung ihrer Interessen aufwarten können.

Wie erstellt man marketingbezogene Inhalte für Pinterest?

Damit auf Pinterest veröffentlichte Marketing-Inhalte in den richtigen Kreisen angezeigt werden, können sie mit einschlägigen Keywords und Hashtags versehen werden (dies gilt im Übrigen auch für die Gestaltung von Boards und User-Accounts). Auch über die Interaktion mit etablierten Profilen oder Influencern kann die eigene Position im Reigen der verschiedenen Pinnwände und Interessensgebiete korrekt bestimmt werden. Dies ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit, die eigenen Pins und Boards so zu gestalten, dass sie auf emotionale Resonanz stossen und mit dem richtigen “Vibe” den Nerv der Community treffen.

Damit dies gelingt, empfehlen erfahrene Pinterest-Marketer, die reine Produktplatzierung durch ästhetische und lifestylebezogene Statements zu ergänzen, die sich auf einer Wellenlänge mit dem Zielgruppenmilieu befinden. Kreativer Content, das Erzeugen von angenehmen Stimmungen sowie positive Erzählungen zahlen sich also auf Pinterest doppelt aus – nicht nur, weil sie angemessen dezente Bezugnahmen auf das eigene Angebot erlauben, sondern auch, weil sie Glaubwürdigkeit und Themenkompetenz vermitteln. Direkte und indirekte Einladungen zur Interaktion – etwa Aufrufe zur Erstellung von bestimmten Inhalten oder Posten von Content, der sich zum Teilen (“Repinnen”) eignet – spielen hierbei eine wesentliche Rolle.

Welche weiteren Erfolgsfaktoren sind beim Marketing via Pinterest zu beachten?

Damit die auf Pinterest geposteten Ideen und Impulsen Früchte tragen, muss auch der Brückenschlag vom mittelbaren Bewerben hin zum eigentlichen Marketing funktionieren. Den richtigen Rahmen hierfür bieten sogenannte Rich Pins, die sich neben inspirierenden visuellen Elementen mit weiterführenden Informationen anreichern leisen, die für die Kundengewinnung von Relevanz sind. Dazu zählen beispielsweise Links zu Verkaufsseiten und Shops, Umsetzungshinweise (etwa in Bezug auf Rezepte) oder ausgiebigere Textinhalte.

Wer User über Pins auf die eigene Website weiterleiten möchte, sollte diese so gestalten, dass sie auf dieselbe Community ausgerichtet ist und keinen groben Stilbruch gegenüber dem Pinterest-Auftritt darstellt. Ansonsten kann es nämlich zu signifikanten Absprungquoten kommen, die sich negativ auf die Anzeigehäufigkeit der geposteten Inhalte auswirkt. Fundierte Zahlen zur Erfolgskontrolle bieten die plattformeigenen Analysefunktionen auf Pinterest, die sowohl quantitative Daten als auch beschreibende Informationen bereitstellen.

Wie formatiert man Pinterest-Content und wie oft sollte man posten?

Auf Pinterest gibt es verschiedene Formate für einzelne Pins, die in Kombination mit einer darauf abgestimmten Bildgrösse den optimalen visuellen Effekt erzeugen. Standardmässig empfohlen wird ein Verhältnis von 2:3 (Grösse: 1000 x 1500 Pixel). Vermehrt finden sich auch quadratische Pins im Format 1:1 (600 x 600 bis zu 1000 x 1000 Pixel). Längere Pins (über 2:3) sollten mit 600 x 1260 Pixel dimensioniert werden. Für sogenannte Idea Pins (ehemals Story-Pins) gelten ein Seitenverhältnis von 9:16 und eine Grösse von 1080 x 1920 Pixel als angemessenen. Für Video-Pins stehen verschiedene Möglichkeiten offen (1:1, 2:3 und 9:16 mit den genannten Grössen).

Um eine nachhaltig wirkungsvolle Pinterest-Präsenz zu kreieren, muss der Account natürlich regelmässig mit neuem Inhalt gefüttert werden. Das Posten von neuem Content sollte tendenziell in möglichst gleichbleibenden Intervallen und leicht verdaulichen Dosen erfolgen (besser tägliche Updates in überschaubarem Umfang als massenhaftes Pinning auf einen Satz gefolgt von längeren Perioden der Inaktivität). Abgesehen von Bildern sollten gelegentlich auch alternative Formate (etwa Videos oder GIFs) ausprobiert werden, um für Abwechslung zu sorgen. Festtage, saisonale Ereignisse, der Wechsel der Jahreszeiten oder aktuelle Entwicklungen können als Richtlinien zur inhaltlichen Variation herangezogen werden.

Fazit: Pinterest als wertvolle Erweiterung für den Marketing-Mix

Wie alle anderen sozialen Netzwerke kann Pinterest von Marketern gezielt bespielt werden, um den Website-Traffic zu erhöhen, Umsätze zu steigern oder die Bekanntheit und Glaubwürdigkeit des eigenen Unternehmens zu verbessern. Im Umgang mit der Plattform bedarf es jedoch eines hohen Masses an Fingerspitzengefühl gepaart mit Kreativität und Nutzerorientierung, was mitunter neuartige Denkansätze und Zugänge erforderlich macht. Gerne unterstützen wir Sie beim Aufbau und vermarkten auf dieser Plattform.

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