SEO

SEO richtig beginnen: erste Schritte für die grössten Erfolge


Je feiner eine Webseite optimiert wird, desto schwieriger ist es, das letzte Quäntchen SEO-Juice aus der Seite herauszupressen. Es ist keine grosse Sache, eine Webseite so zu optimieren, dass bei der Suche nach einem bestimmten Keyword beispielsweise ein Sprung von Platz 4’500 auf Platz 3’200 erfolgt. Befindet sich dieselbe Webseite für dasselbe Keyword jedoch schon auf Platz 2 und nun soll der Sprung auf Platz 1 erfolgen, muss erheblicher (kontinuierlicher) Aufwand betrieben werden.

Daraus folgt, dass es bestimmte SEO-Praktiken gibt, die zu Beginn gewaltige Sprünge im Suchindex von Google & Co. zur Folge haben – und genau die sind es, die Webseitenbetreiber zuerst ins Auge fassen sollten. Diese Low Hanging Fruits-Optimierung – also «SEO-Früchte», die besonders weit unten am Baum hängen und daher leicht gepflückt werden können – kostet wenig und bringt viel. Ideale Voraussetzungen, um mit der SEO-Optimierung von Webseiten auch bei sehr knappem Budget zu beginnen.

Klassische Schritte für SEO-Optimierung

Zahlreiche einfache Schritte helfen dabei, SEO-Optimierung sehr kostengünstig zu beginnen und dabei dennoch grosse Erfolge zu verbuchen. Wie immer gilt natürlich, dass es in diesem Segment auch auf den Wettbewerb ankommt: Sehr hart umkämpfte Branchen und Keywords benötigen erfahrungsgemäss grösseren Aufwand, um das eigene Ranking zu erhöhen.

Contentaktualität

Sinnvolle Inhalte machen noch immer den Löwenanteil guter SEO-Optimierung aus – aber das heisst auch, dass dieser Content aktuell sein muss. Das Verbreiten veralteter Fakten oder die Vorstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung, die das Unternehmen längst nicht mehr im Programm hat, sind nicht hilfreich. Je mehr Content auf einer Webseite positioniert ist, desto schwieriger wird diese «Housekeeping»-Aufgabe – aber sie lohnt sich.

Es kann daher hilfreich sein, vorhandenen Content schon bei der Erstellung im CMS mit aussagekräftigen Tags zu versehen. Dies vereinfacht es, Inhalte zu finden, die aktualisiert oder vielleicht komplett neugeschrieben werden müssen.

Anpassung von Meta-Daten

Meta-Titles bzw. Meta-Descriptions spielen eine grössere Rolle als vielleicht gedacht. Durch den starken Fokus auf User-Intent von Googles Seite ist es wichtig, diese beiden Meta-Daten so aussagekräftig wie möglich zu gestalten: Sie können den Unterschied zwischen einem Klick und einem weiterziehenden User ausmachen.

Die Faustregel ist dabei simpel: Die wichtigsten Suchbegriffe sollten sowohl in Title als auch Description organisch auftauchen. Ausserdem gilt nach wie vor: Meta-Descriptions am besten zwischen 150 und 155 Zeichen, Meta-Titles zwischen 60 und 70 Zeichen. Mehr hilft nicht, da Google dies kürzt und daher der Sinn für den User verlorengeht.

Technisch saubere Umsetzung

Zwar wächst die Bandbreite, die Usern zur Verfügung steht, immer weiter an. Gleichzeitig spielen die Ladezeiten jedoch eine immer grössere Rolle. Conversion-Raten beispielsweise fallen ins Bodenlose, wenn sich eine Webseite auch nur wenige Sekunden Ladezeit gönnt. Daher sollte die UX stark optimiert werden, um dem User keine Gelegenheit zu geben, abzuspringen und anderswo zu schauen.

Überflüssigen Ballast zu entfernen, sollte der erste Schritt sein: Auf der Webseite sollten keine Ressource vorhanden sein, die nicht benötigt werden. Bilder als PNG und in einer übergrossen Auflösung sollten gegen JPGs (oder Bildformate mit äquivalenter Kompression) in passender Auflösung getauscht werden. So viel wie möglich sollte in den Cache geladen werden können, um wiederkehrenden Usern die Experience zu verbessern. Notfalls kommt auch ein Host-Wechsel in Betracht, falls der aktuelle Hostingpartner zu wenig Leistung bringt.

Überschriftenrelevanz

Klingt banal, kann aber grosse Auswirkungen haben: Gute Überschriften führen vor allem im Newsbereich zu deutlich höheren Click-Through-Raten und stark gestiegener Relevanz im Allgemeinen. Sich fünf Minuten Zeit zu nehmen, um etwa die Überschriften für Blog-Artikel zu optimieren, ist auf jeden Fall empfehlenswert und an sehr geringen Aufwand gebunden.

Starke interne Links

Soll eine bestimmte URL auf der Webseite gepusht werden, kann es bereits helfen, schlicht die Anzahl interner Links auf diese URL zu erhöhen. Blog- und News-Artikel bieten sich dafür an, generell ist aber jede Form von Content denkbar. Zwar wären externe Links noch besser, aber diese unterliegen nun einmal selten der eigenen Kontrolle. Interne Links sind daher ein besserer Startpunkt – und sehr günstig.

Zusammenfassung: Was kostet es?

Von den genannten Schritten sind nur die Aktualisierung von Content mit regelmässigen Kosten und die Verbesserung der UX mit einmaligen Kosten verbunden – und auch diese sind überschaubar. Meta-Daten oder Überschriften sind sehr günstig umsetzbar und erfordern nur Expertise von einer einzigen Person – bei gleichzeitig hohem potenziellem Return durch diese Optimierungen. Sie eignen sich daher sehr gut als erste Low Hanging Fruits, die alle Webseitenbetreiber schnell einsammeln können.

Aufräumen: simpel und schnell schlägt Komplexität

Vor allem Webseiten mit jahrelangem Bestand neigen dazu, sehr ähnlichen Content mehrfach zu veröffentlichen – was nicht per se schlimm ist, da viele Themen ständig im Wandel und Updates daher unvermeidbar sind. Dies kann jedoch dazu führen, dass mehrere URLs auf dasselbe Keyword optimiert sind. Webseitenbetreiber wollen dabei jedoch in der Regel, dass die jeweils aktuellste Seite zuerst gefunden wird.

Mehrere Schritte können dabei helfen, den User auf die korrekten URLs zu verweisen:

  • Klassische Redirects sind eine gute, günstige Massnahme. Damit finden User zwar ältere URLs, doch diese verweisen beim Aufruf sofort auf den neueren, gewünschten Content.
  • Ältere URLs, die nicht mehr zum aktuellen Unternehmensziel passen, können vollständig gelöscht werden. Dies kann auch dann richtig sein, wenn diese URLs noch Traffic generieren – denn dieser Traffic ist praktisch wertlos, wenn er nicht mit den aktuellen Zielen kompatibel ist.
  • Das Merging mehrerer URLs kann ebenfalls sinnvoll sein – vor allem, wenn der Content sehr ähnlich und damit auch der User-Intent praktisch gleich ist.
  • URLs mit schlechtem bzw. inhaltlich sehr dünnem Content helfen nicht. Diese sollten ebenfalls auf andere URLs weiterleiten – oder der Content sollte entsprechend ausgebaut werden, um wieder einen Mehrwert zu erzeugen.

Bei der Analyse dieser Schritte wird deutlich, dass sie ebenfalls an relativ wenig Aufwand gebunden sind. Redirects schreiben oder ähnliche Themen zusammenfassen, ist keine Aufgabe, für die grosser Ressourcenaufwand oder externe (teure) Hilfe notwendig ist. Diese Früchte lassen sich daher ebenfalls günstig einsammeln, obwohl der potenzielle Zugewinn durch diese Hygienemassnahmen auf der Webseite sehr umfangreich sein kann.

Fazit: wenig Aufwand, hoher Ertrag!

Vor allem zu Beginn jeglicher SEO-Massnahmen sind die «Quick and easy»-Optimierungen am besten geeignet. Früchte, die am SEO-Baum besonders niedrig hängen, lassen sich mit minimalem Aufwand pflücken und benötigen meist nicht mehr als eine oder zwei Personen und keinerlei externe Hilfe. Wir raten daher unbedingt dazu, diese Schritte zuerst anzugehen – denn mehr potenziellen Gewinn bei ebenso niedrigen Ausgaben gibt es praktisch nicht.

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